Helmut Nowak

Grußwort zur Verleihung des 41. Kulturpreis Schlesien

Der Kulturlandschaft Schlesien bin ich als einziger, im noch deutschen Oberschlesien geborener Bundestagsabgeordneter der 18. Wahlperiode sehr verbunden. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, Ihnen ein Grußwort zur Verleihung des 41. Kulturpreis Schlesien zu schicken. Ihr Preis ist wichtig und bedeutsam, um das Andenken an die Vergangenheit Schlesiens zu bewahren und in die Gegenwart zu transportieren. Dafür zeichnen Sie auch dieses Jahr wieder einen polnischen und einen deutschen Preisträger aus.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Karin Kaper hat mit ihrem Film „Aber das Leben geht weiter“ einen beeindruckenden Einblick in ihr mit der schlesischen Geschichte eng verknüpftes Familienleben gewährt. Ihre Dokumentation über den Besuch der Heimat ihrer vertriebenen Mutter in Niederschlesien und die Freundschaft zu der dort angesiedelten polnischen Familie zeigt auf berührende Weise, wie Versöhnung zwischen den Völkern möglich ist.

Der Historiker und Biograf Stanislaw Nicieja, ist ein profunder Kenner der Kultur Mitteleuropas des 19. und 20. Jahrhunderts und ein verdienter Förderer der Erinnerungskultur. Nicht nur als Rektor der Universität Oppeln, sondern auch als Retter alter deutscher Friedhöfe und Kulturdenkmäler hat er sich einen Namen gemacht.

Einen persönlichen Bezug habe ich zum Sonderpreisträger, dem Verein Pro Liberis Silesiae, einem Träger für die Schulen und Kindergärten in Raschau, Oppeln-Malino und Goslawitz. Bei meinem Besuch in Oppeln-Malino im Mai 2015 konnte ich mich von der hervorragenden Arbeit überzeugen, die für die deutsche Sprache und den deutsch-polnischen Austausch in Bildung und Kultur dort geleistet wird.

Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich von Herzen und wünsche Ihnen weiterhin so viel Erfolg.

Dem Land Niedersachsen, vor allem dem Innenministerium, gilt mein Dank für seinen Einsatz und die Kontinuität bei der Ausrichtung des Kulturpreises Schlesien.

Bundespolitisch gesehen erfüllt Ihr Engagement eine große Aufgabe für den Paragraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes, gemäß dem die Vertreibungsgebiete im Bewusstsein der Vertriebenen, des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes erhalten werden sollen. Sie wirken mit daran, die Kulturleistungen der Vertriebenen und Flüchtlinge weiterzuentwickeln und zu fördern.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Helmut Nowak MdB

 

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